Digitalisierung analoger Angebote

Coronabedingt werde ich öfter angefragt, wie Veranstaltungen, die jetzt “so nicht” stattfinden können, “digital gemacht” werden können. Dies ist beispielsweise eine aktuelle Anfrage:

“Sehr geehrter Herr Grunewald,  ich habe an einer Online-Veranstaltung teilgenommen und war begeistert, wie toll das gemacht sein kann. Im Rahmen meiner Arbeit muss ich nun selber auch Angebote digital machen und neue Wege finden. Können Sie mich dabei unterstützen und mir Tipps geben, wie ich das machen kann?”

So wird es vielen Menschen gehen, die Veranstaltungen “aller Art” normalerweise “stofflich vor Ort” anbieten. Der Zwang, der mit dem “ich muss” zum Ausdruck kommt, ist auch eines der zentralen Probleme. Angebote digital zu veranstalten wird nicht aus einer inneren Überzeugung gemacht, sondern unter dem Druck der Notwenigkeiten. Von manchen Zeitgenoss*innen wird das positiv gesehen. Sie verbinden mit der Notwendigkeit die Hoffnung, dass ein positives Erlebnis dazu führt, dass diese neuen Wege auch “nach Corona” weiter gegangen werden. Ich bin da tatsächlich gespaltener Meinung. Da müssen “neue Wege” gegangen werden, die eigentlich nicht gewollt sind. Meine bisherigen Erfahrungen aus Veranstaltungen ist, dass viele sich die “Normalität” wieder zurückwünschen, dass diese digitale Form der Veranstaltungen ein Ende haben und wieder “richtige” persönliche Kontakte geschehen können. Leider, das sei an dieser Stelle gesagt, gibt es digital durchgeführte Veranstaltungen, die in meinen Augen schlecht gemacht sind, die die Möglichkeiten der Interaktivität nicht nutzen. Dabei kann gerade dies auch eine Stärke der Veranstaltungen sein. Das thematische Arbeiten in Gruppen ist technisch einfach umzusetzen, die Stimmungsbilder, Einstellungen und Entscheidungen können leicht eingeholt werden. Anonym oder persönlich.

Über die Einbindung externer Anwendungen lassen sich die Möglichkeiten noch weiter ausbauen. So haben wir beispielsweise in einem reinen Online Barcamp tolle Erfahrungen machen können, die Tobias in einem Artikel zusammengefasst hat.

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